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Berlin/Bergstraße 31.03.2021 – Das Bundeskabinett hat in seiner Sitzung am 31.03.2021 die erste Verordnung zur Fortschreibung des Wohngeldes nach § 43 des Wohngeldgesetzes (1. WoGFV) beschlossen.

„Mit der Fortschreibung des Wohngeldes gleichen wir die Wohnkostenbelastungen an die gestiegenen Mietpreise an und stellen so sicher, dass die Leistungsfähigkeit des Wohngelds als sozialpolitisches Instrument der Wohnungspolitik erhalten bleibt“, so die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete und Bundesministerien der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht. 

Das Wohngeld soll Haushalten mit geringen Einkommen eine tragfähige Wohnkostenbelastung ermöglichen. „Es wird Mieterinnen und Mietern als Zuschuss zur Miete und Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer als Lastenzuschuss gewährt und verhindert als vorgelagerte Sozialleistung, dass einkommensschwache Haushalte Grundsicherungsleistungen aufgrund zu hoher Wohnkosten beantragen müssen“, führt Lambrecht weiter fort.

Die Dynamisierung in einem regelmäßigen Turnus von zwei Jahren wurde erstmalig durch das Gesetz zur Stärkung des Wohngeldes vom 30. November 2019 eingeführt.

Von der Wohngelderhöhung sollen im Jahr 2022 rund 640.000 Haushalte bundesweit profitieren, darunter sind 20.000 sog. „Hereinwachserhaushalte“, deren Einkommen bislang die Grenzen für einen Wohngeldanspruch überschritten haben und die aufgrund der Fortschreibung des Wohngeldes 2022 erstmals oder wieder mit Wohngeld bei den Wohnkosten entlastet werden sowie weitere 10.000 sog. „Wechslerhaushalte“, die zuvor Leistungen nach dem SGB II oder nach dem SGB XII bezogen haben und in das Wohngeld wechseln. Im Vergleich: 2019 bezogen 504.400 Haushalte bundesweit noch das Wohngeld, davon alleine 1.926 im Kreis Bergstraße. Dieses Jahr sind es im Kreis 2.165 Haushalte. Der Anstieg geht wesentlich auf die Erhöhung des Leistungsniveaus und die Anhebung der Höchstbeträge für Miete und Belastung zurück.
 

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