Christine Lambrecht

Berlin/Viernheim 19.03.2021 – Der Bund stellt den Viernheimer Kitas der AWO finanzielle Mittel in Höhe von über 75.000 Euro für zusätzliches Personal zur Verfügung. Ziel der Maßnahme ist die Entlastung des pädagogischen Personals durch zusätzliche Helferinnen und Helfer während der Corona-Pandemie.

Auf die Mehrbelastung in den Kinderbetreuungseinrichtungen während der Corona-Pandemie reagiert der Bund mit zusätzlichen Unterstützungsmaßnahmen für die Träger der „Fachkräfteoffensive“. Davon pro-fitieren nun auch die Viernheimer Kitas der der Arbeiterwohlfahrt (AWO). 

Wie die Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht berichtet, sind entsprechende Anträge der AWO nun vom Bundesfamilienministerium bewilligt worden. Die Kita am Kapellenberg, die Kita Kinderdörfel, das AWO-Familienzentrum Kirschenstraße und die Kita Pirmasenser Straße profitieren von der ausgeweiteten Förderung des Bundes und können im Zeitraum vom 01.04.2021 bis zum 31.12.2021 zusätzliches Personal zur Entlastung der Erzieherinnen und Erzieher einsetzen. 

„Der Alltag in der Kindertagesbetreuung gestaltet sich durch die Pandemie anders als zuvor. Die Anforderungen an pädagogische Fachkräfte sind deutlich gestiegen. Während ein Teil des pädagogischen Fachpersonals zum Beispiel nicht vor Ort tätig sein kann, da es zu einer Risikogruppe gehört, müssen gleichzeitig Hygienekonzepte erarbeitet und umgesetzt werden“, so die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht (SPD). „Ich freue mich daher, dass die Viernheimer Kitas der AWO tatkräftige Unterstützung zur Bewerkstelligung des derzeitigen Mehraufwands erhalten werden“, sagt Lambrecht, die sich intensiv für die Förderung Kitas beim Familienministerium eingesetzt hatte.

Vor Ort zeigen sich Jutta Schmiddem, die Vorsitzende der AWO Viernheim, und Tom Tarchanow erfreut über die Post aus Berlin. „Wir erhalten bereits seit November letzten Jahres umfangreiche Unterstützung durch die Stadt Viernheim, zum Beispiel durch gemeinsame Gesprächsrunden mit den Kita-Leitungen und Trägern, CO2-Ampeln, FFP2-Masken, Desinfektionsleistungen oder durch zusätzliche Hilfskräfte beim Abholen der Kinder. Die Unterstützung des Bundes wird uns eine weitere wichtige Hilfe dabei sein, unsere Aufgaben auch während der Pandemie erfüllen zu können“, so die AWO-Vorsitzende Schmiddem.

Konkret werden die Kita-Helferinnen unterstützende, nicht pädagogische Tätigkeiten wie beispielsweise das Händewaschen mit Kindern, die Reinigung und Desinfektion von Spielmaterialien oder die Essensversorgung übernehmen, berichtet der AWO-Kindergartenausschussvorsitzende Tarchanow. 

Neben den 76.857 Euro, die für das Hilfspersonal seitens des Bundes bereitgestellt werden, erhält das AWO-Familienzentrum Kirchenstraße zudem Mittel in Höhe von 1.190 Euro für die Inanspruchnahme von Coachingmaßnahmen zur Organisationsentwicklung. 

Bürgermeister Matthias Baaß sieht in der Hilfe aus Berlin auch eine Entlastung für die Viernheimer Stadtkasse, auf die sich die Mehrbelastungen derzeit auswirken: "Ich bin für jede finanzielle Unterstützung dankbar. Gleichzeitig in den Kindertagesstätten die Hygieneanforderungen der Pandemie und die pädagogischen Ansprüche zu erfüllen, dies ist eine nahezu unlösbare Aufgabe. Das Geld ‚aus Berlin‘ hilft aber auf jeden Fall weiter."

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