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Berlin/Bergstraße 11.06.2021 – Mit der Liedzeile von Trude Herr beendete die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete und Bundesjustiz- und familienministerin Christine Lambrecht (SPD) ihre voraussichtlich letzte Rede im Deutschen Bundestag. Die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete sprach dabei zu einem ihrer Herzensthemen, einem Gesetz für das sie sich schon lange eingesetzt hat: Der Gleichstellung von Männern und Frauen.

„Nach 23 Jahren habe ich mich entschieden, nicht zur nächsten Bundestagswahl anzutreten. Ein bisschen Wehmut hat mich da schon ergriffen, aber umso mehr freue ich mich, dass ich heute in meiner Rede zum Gesetz für mehr Frauen in Führungspositionen spreche”, begann Lambrecht ihre Rede. 

“Mit dem zweiten Führungspositionengesetz durchstoßen wir eine Decke, an die Frauen, trotz hervorragender Qualifikation, oftmals kommen. Bei der Besetzung von Führungspositionen muss aber alleine die Qualifikation entscheiden. Die vielen hochqualifizierten Frauen müssen endlich die Chancen bekommen, die sie verdienen. Hierfür habe ich während meiner 23 Jahre als Abgeordnete und als Ministerin sehr beharrlich  gekämpft. Das ist ein Erfolg für Frauen, unsere Gesellschaft und Unternehmen”, so die Bundesjustizministerien, die seit Ende Mai auch Familienministerin ist. Künftig muss in Vorständen von börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Unternehmen mit in der Regel mehr als 2000 Beschäftigten, die mehr als drei Mitglieder haben, mindestens ein Mitglied eine Frau sein. Daneben wird die feste Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent in den Aufsichtsräten auf Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes ausgeweitet. In Körperschaften des öffentlichen Rechts wie den Krankenkassen und bei Renten- und Unfallversicherungsträgern sowie bei der Bundesagentur für Arbeit wird eine Mindestbeteiligung von einer Frau in mehrköpfigen Vorständen eingeführt.

Abschließend bedankte sich Lambrecht bei ihren Weggefährten: “Ich sage Danke, an alle die mich in diesen 23 Jahren begleitet haben, in den allermeisten Fällen konstruktiv und fair.”

Die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete gewann 1998 das Direktmandat, 2002 konnte sie ihren Erfolg wiederholen. 2005, 2009, 2013, 2017 zog sie jeweils über die Landesliste Hessen ein. Im September vergangenen Jahres kündigte sie an nicht mehr für den Deutschen Bundestag zu kandidieren. „22 Jahre Bundestag bedeuten 22 Jahre zweiter Wohnsitz, 22 Jahre aus dem Koffer leben. Mit 55 bin ich in einem Alter, wo man noch was Neues beginnen kann. Darauf freue ich mich", so die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete damals.
 

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