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Berlin/Bergstraße, 21.05.2021 – Die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht hat am Freitag im Bundestag ihre erste Rede als Bundesministerin für Familien, Senioren, Frauen und Jugend zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung gehalten. Die 55-jährige gebürtige Viernheimerin trat am Donnerstag die Nachfolge von Franziska Giffey an, die einen Tag zuvor im Bundeskabinett Kanzlerin Merkel nach den Plagiatsvorwürfen um eine Entlassung gebeten hat.

„Mein Sohn ist heute 20 Jahre alt, aber ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als er von der gut betreuten Kita in die Grundschule kam und sich die Frage stellte: Wie geht es weiter? Ich hatte Glück, dass es in Berlin eine Ganztagsbetreuung in der Grundschule gab, das war in meinem Heimatland Hessen nicht der Fall“, begann Lambrecht ihre erste Rede als Bundesfamilienministerin. „Ob ein Kind gut betreut wird, darf nicht vom Glück des Wohnortes abhängen. Da sind wir in die Verantwortung in der Politik und wir müssen für einen solchen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung sorgen,“ so Lambrecht weiter. 

„Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung schließen wir endlich die Betreuungslücke, die für viele Familien nach der Kita entsteht, wenn die Kinder eingeschult werden. Das war schon längst überfällig“, macht die neue Bundesfamilienministerin Lambrecht deutlich. „Der Anspruch auf Ganztagsbetreuung ist ein wichtiger Beitrag, Eltern zu entlasten und ein weiterer Schritt in Richtung Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Aber wir sorgen mit dem Anspruch auch für Bildungsgerechtigkeit: Denn das was vor der Pandemie  wichtig war, ist nach den Erfahrungen des letzten Jahres noch dringlicher: Es braucht einen verbindlichen Rahmen dafür, dass alle Kinder gleich gut gefördert werden und ihre Chancen nutzen können. Dafür haben wir nun gesorgt,“ so die neue Bundesfamilienministerin.

Unterstützt wird der Ganztagsausbau durch den Bund mit Finanzhilfen in Höhe von bis zu 3,5 Milliarden Euro von bis zu 3,5 Milliarden Euro für Investitionen in die Infrastruktur. Davon werden rund 750 Millionen Euro über das Investitionsprogramm zum beschleunigten Ausbau der Bildungsinfrastruktur für Grundschulkinder bereits seit Ende 2020 bereitgestellt. Auch an den laufenden Kosten wird sich der Bund beteiligen. Diese wachsen jährlich an und erreichen 2030 dann 960 Millionen Euro pro Jahr.
 

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