Christine Lambrecht

Bergstraße 11.05.2021 – Unterstützung in Bildung, bei Ferien- und Freizeitgestaltung: Das Corona-Aufholpaket für Kinder und Jugendliche hat das Bundeskabinett passiert. Die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht berichtet außerdem stolz von der Einigung des Bundeskabinetts beim Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.

Die Bundesregierung wird mit einem „Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ in Höhe von zwei Milliarden Euro für die Jahre 2021 und 2022 Nachhilfe- und Förderprogramme bereitstellen, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern. „Wir alle sehnen uns nach Normalität. Gerade Familien mit Kindern sind von der Pandemie besonders betroffen. Mit 2 Milliarden Euro unterstützen wir daher Kinder, Jugendliche und ihre Familien nach den harten Lockdown-Zeiten auf dem Weg zurück in einen geregelten Alltag und ein unbeschwerteres Aufwachsen“, berichtet die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht (SPD). Einen entsprechenden Beschluss habe das Bundeskabinett auf Drängen der SPD getroffen. 

Konkret sollen aus dem Aufholpaket mit einer Milliarde Euro Fördermaßnahmen zum Abbau pandemiebedingter Lernrückstände in den Kernfächern finanziert werden. Für eine weitere Milliarde Euro, die in frühkindliche Bildung, Ferienfreizeiten und Familienerholung, in zusätzliche Sozialarbeit und Freiwilligendienstleistende fließen wird, hatte sich die SPD besonders stark gemacht.
Für Lambrecht ist aber auch klar, dass es eben nicht nur um das Aufholen des verpassten Unterrichtsstoffes gehe. Kinder und Jugendliche hätten im vergangenen Jahr auf eine Menge verzichtet. Es seien Bildungs-, aber auch Bindungslücken entstanden. „Wir müssen uns auch Gedanken machen, wie wir im außerschulischen Bereich, also bei dem was nach der Schule passiert, zusätzlich unterstützen können“, erklärt sie. Für sie ist klar, dass es einen verbindlichen Rahmen brauche, damit alle Kinder gleich gut gefördert werden und ihre Chancen nutzen können. Gleichzeitig wolle man Eltern ihr Leben erleichtern, in dem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werde. „Mit dem Rechtanspruch auf Ganztagsbetreuung kommen wir beiden Zielen deutlich näher und stellen die Weichen für spürbare Verbesserungen für 2,8 Millionen Grundschulkinder und ihre Familien“, so die Bundesministerin.

Besonders stolz verweist Lambrecht auf einen weiteren Gesetzentwurf, der am Mittwoch beschlossen wurde: den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler*innen. Damit könne endlich eine Betreuungslücke geschlossen werden, die nach der Kita für viele Familien wieder aufklafft, wenn die Kinder eingeschult werden. 

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass ab August 2026 zunächst alle Kinder der ersten Klassenstufe einen Anspruch darauf haben, ganztägig gefördert zu werden. In den Folgejahren soll der Anspruch um je eine Klassenstufe ausgeweitet werden. Ab August 2029 soll so jedes Grundschulkind der Klassenstufen 1-4 einen Anspruch auf ganztägige Betreuung haben.
 

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Thomas Köhler_photothek