Christine Lambrecht

Berlin/Bergstraße 26.01.2021 – Im Rahmen der Aktion #WeRemember des Jüdischen Weltkongresses (WJC) gedenkt die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz und Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht an die Opfer des Nationalsozialismus. 

Die weltweite Aktion des Erinnerns #WeRemember des Jüdischen Weltkongress (WJC) findet im Vorfeld des Holocaust-Gedenktages, am 27. Januar, statt. Unter dem Motto „We remember“ ruft der WJC weltweit Menschen aller Religionen dazu auf, an die rund 6 Millionen jüdischen Opfer in Europa zur Zeit des Nationalsozialismus zu erinnern. 

Am 27. Januar 1945 wurde das deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz durch sowjetische Truppen befreit. Auschwitz-Birkenau war das größte Vernichtungslager zur Zeit des Nationalsozialismus. Etwa 1,1 Millionen Menschen wurden an diesem Ort von den Nationalsozialisten grausam ermordet. Insgesamt fielen etwa 6 Millionen Juden dem systematischen Völkermord zum Opfer. 

In diesem Jahr findet der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus zum 17. Mal statt. Er wurde 2005 von den Vereinten Nationen eingeführt und ist seitdem ein weltweiter Gedenktag.

„In dieser Sitzungswoche gedenken wir im Deutschen Bundestag, zusammen mit der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Dr. h.c. Charlotte Knobloch, und Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier den Opfern des Holocaust“, berichtet Lambrecht. 

„Fast jeder zweite Mensch mit jüdischem Glauben in Deutschland hat einer Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten darüber nachgedacht, das Land zu verlassen. Es ist eine Schande, dass sich 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz Jüdinnen und Juden bei uns nicht mehr sicher und zu Hause fühlen“, so Lambrecht. „Aufgrund der vielen Anfeindungen und Gewalttaten gegen Menschen mit jüdischem Glauben in Deutschland, habe ich antisemitische Beweggründe in den Katalog der Strafzumessungsgründe (§ 46 Absatz 2 Satz 2 StGB) aufgenommen. Unsere geschichtliche Verantwortung angesichts des von Deutschen begangenen Massenmordes an sechs Millionen europäischen Jüdinnen und Juden dürfen wir niemals vergessen und wir müssen dafür sorgen, dass sich diese Schrecken der Vergangenheit nie wiederholen“, ergänzt Lambrecht.

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BMJV