SPD und Pro Bahn fordern gemeinsam eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung bei Trassenneubau
Gespräch mit Pro Bahn und SPD

Berlin/Viernheim, 23.08.2016 -  Die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion und Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Josef Fiedler, der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Sven Wingerter sowie der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Karsten Krug haben sich mit Pro Bahn getroffen und über wichtige verkehrspolitische Angelegenheiten im Kreis Bergstraße gesprochen. 

Erstes Gesprächsthema war der geplante Neubau der Trasse Rhein-Main/Rhein-Neckar von Frankfurt bis Mannheim. Hierbei waren sich Pro Bahn und die Vertreter der SPD einig, dass die Öffentlichkeit umfangreich und in Form eines Projektbeirates an den Planungsprozessen beteiligt wird. „Weitreichende Beteiligungsmöglichkeiten sehen wir durch einen Projektbeirat analog zu dem der baden-württembergischen Rheintalbahn gegeben“, erklärten die Anwesenden. „Wichtig ist es auch, dass überregional eine Konsenslösung gefunden wird, aber dennoch lokale Begebenheiten Berücksichtigung finden“, bekräftigt Christine Lambrecht.

Ebenso wurde mit Pro Bahn über die diversen Trassenführungsvarianten gesprochen und neben der Anbindung des Darmstädter Hauptbahnhofs vor allem auch die Untertunnelung bei Lorsch und Einhausen sowie die Trassenbündelung entlang der A67 bis zum Viernheimer Kreuz fokussiert. Des Weiteren wurde im Gespräch Bezug zum aktuellen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans genommen und in diesem Zuge das künftige Geschwindigkeitsziel von 300km/h seitens der Bahn für die neue Trasse diskutiert. Sowohl Pro Bahn als auch die SPD waren sich in diesem Punkt einig, dass solch hohen Geschwindigkeiten auf der Trasse kaum möglich und sinnvoll seien.    

Hinsichtlich des ÖPNVs im Kreis Bergstraße begrüßte Pro Bahn die vorgesehenen Änderungen in Form der Einführung eines Fahrgastbeirates sowie der Errichtung einer Mobilitätszentrale in Bensheim. „Unser Ziel ist es bis Ende des Jahres ein konkretes Konzept zur Ausgestaltung des Fahrgastbeirates vorzulegen“, erklärte Karsten Krug.

Ebenfalls wurde die Problematik der Grenzübergänge im ÖPNV, also die Frage verbundübergreifender Verkehre, erörtert. „Für zahlreiche Pendler stellen die Übergänge zum Odenwaldkreis, dem Landkreis Darmstadt und dem Kreis Groß-Gerau sowohl linientechnisch als auch tarifmäßig unzumutbare Hürden dar, die dringend zwischen den Verkehrsverbünden gelöst werden muss“, stellten die SPD-Vertreter fest. Auch Pro Bahn arbeitet bereits seit Jahren an dieser Problematik und versucht zwischen RMV und VRN zu vermitteln. Zeitnahe Gespräche zwischen dem Kreis Bergstraße und den Verkehrsverbünden sollen die Thematik wieder voran- und Lösungsansätze hervorbringen.

Termine

Dez 15 Fr

11.12.17 - 15.12.17, Berlin 

Dez 15 Fr

11:30 Uhr Willy-Brandt-Haus, Berlin 

Dez 15 Fr

17 Uhr, Einhausen 

Dez 18 Mo

11 Uhr, Hotel Felix Bensheim 

Dez 19 Di

11 Uhr, Stadthaus Mannheim 

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