Christine Lambrecht

Liebe Bürgerinnen und Bürger,


zum Beginn des Jahres 2021 gibt es in der Corona-Pandemie große Hoffnung. Die Zulassung von inzwischen zwei Impfstoffen, der Beginn der Impfungen und die Aussicht auf weitere erfolgreiche Impfstoffkandidaten sind verbunden mit der Hoffnung, dass die Pandemie in diesem Jahr überwunden werden kann. Genau dies war auch von Anfang an das Ziel von Bund und Ländern: Sobald bei entsprechender Verfügbarkeit allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot gemacht werden kann, gibt es eine Perspektive für eine Normalisierung unseres Alltags und die Rückkehr zu einem Leben ohne pandemiebedingte Einschränkungen. 


Zu Beginn dieses neuen Jahres gibt es aber auch große Herausforderungen: Die Impfstoffmengen werden in den kommenden Monaten noch knapp sein, sodass eine Entspannung der Lage durch Impfimmunität in der Bevölkerung noch nicht zu erwarten ist. 


Ganz wesentliche Sorgen machen aber vor allem die Erkenntnisse über Mutationen des Corona-Virus. Da die Mutationen bereits in Deutschland nachgewiesen wurden, sind Bund und Länder gemeinsam der Auffassung, dass der jetzige Erkenntnisstand zwingend ein vorsorgendes Handeln erfordert, weil die Folgen einer Verbreitung der Mutationen mit höherem Ansteckungspotential eine schwerwiegende Verschärfung der pandemischen Lage bedeuten würde. Deshalb gebietet es das Vorsorgeprinzip, den weiteren Eintrag nach Deutschland und die Verbreitung der Mutationen in Deutschland möglichst weitgehend zu unterbinden.


Vor diesem Hintergrund haben die Bundesregierung und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder folgende neue Maßnahmen beschlossen:


- Die bisherigen Beschlüsse von Bund und Ländern gelten fort. Alle Maßnahmen, die auf diesen gemeinsamen Beschlüssen beruhen, sollen zunächst befristet bis zum 14. Februar 2021 gelten.
 
- Private Zusammenkünfte sind weiterhin im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. 

- In öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften gilt die Pflicht zum Tragen von medizinischen Mund-Nasen-Bedeckungen 

- Schulen und Kindertagesstätten bleiben bis 14. Februar 2021 geschlossen bzw. die Präsenzpflicht wird ausgesetzt. Es gibt eine Notbetreuung.

- Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber müssen, wo es möglich ist, den Beschäftigten das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen, sofern die Tätigkeit es zu lassen. 

 

Ihre Christine Lambrecht
 

Quelle Bild:
Thomas Köhler_photothek