DRK warnt vor personellem Engpass
Christine Lambrecht beim DRK

SPD-Politikerin Lambrecht im Austausch mit DRK - Verantwortlichen Gutsche und Bergmann

Heppenheim, 13. September 2016  - Im Gespräch mit Arno Gutsche, dem Vorsitzenden des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes, und dem Geschäftsführer Ulrich Bergmann tauschte sich die  Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion und Bergsträßer Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht über Aktuelles rund um das „Rote Kreuz“ aus. „Alleine die Zahl von 57.000 Einsätzen im gesamten Kreisgebiet im Jahr 2015 zeigt mir, wie wichtig es ist, dass unsere Bürger beim Ruf der 112 qualifiziert und schnell Hilfe erhalten. Darum verdienen unsere Rettungsorganisationen wie Feuerwehr, THW, Johanniter, Malteser und natürlich auch das DRK meine volle Unterstützung“, sagte Lambrecht.

Kritisch sehen Bergmann und Gutsche das Thema Ausbildung der Notfallsanitäter. Laut Gesetzgebung dürfen ab dem Jahr 2021 Rettungswagen nur noch von ausgebildeten Notfallsanitätern geführt werden. Die Rettungsassistenten, die derzeit die Einsatzwagen führen, dürften dann nur noch als Beifahrer auf Rettungswagen eingesetzt werden. Die 3-jährige Ausbildung zum Notfallsanitäter gibt es erst seit 2014, so dass die ersten fertigen Notfallsanitäter erst 2017 zur Verfügung stehen. Die Weiterbildung von heutigen Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern „stellt sich in Hessen mit einer Durchfallquote von über 60 Prozent demotivierend für Interessierte dar. Bereits heute zeichnet sich ein personeller Engpass ab, den wir schon in den kommenden zwei bis drei Jahren nicht mehr kompensieren können. Rettungswagen können dann nicht mehr mit ausreichend qualifiziertem Personal besetzt werden“, warnen Gutsche und Bergmann. Lambrecht versprach, an diesem Thema dranzubleiben und entsprechend beim hessischen Sozialministerium nachzuhaken.

Probleme bereitet dem Roten Kreuz auch noch immer Abschaffung des Zivildienstes. Das nicht mehr verpflichtend abzuleistenden Freiwillige soziale Jahr ist dafür kein Ersatz: „Die FSJ Kräfte sehen ihre Arbeit bei uns als Durchlaufstation, zum Beispiel vor dem Studium und „Bufdis“ gibt es bei uns gar keine. Bei den Zivis früher entschieden sich immer wieder junge Menschen für eine Ausbildung beim DRK“, so Bergmann.

Weiteres Thema war die Finanzierung des Rettungswesens. Diese läuft ganz wesentlich über die Krankenkassen. „Das Rettungswesen braucht eine starke gesetzliche Grundlage. Darum möchten wir, dass es in das Sozialgesetzbuch IV aufgenommen wird und somit eine Verpflichtung für die Finanzierung durch die Krankenkassen geschaffen wird“, so Gutsche. Auch hier möchte Lambrecht „den Sachverhalt prüfen und, nachdem zuletzt eine Initiative des Landes Hessen im Bundesrat gescheitert ist, entsprechend nachhaken.“

Termine

Dez 15 Fr

11.12.17 - 15.12.17, Berlin 

Dez 15 Fr

11:30 Uhr Willy-Brandt-Haus, Berlin 

Dez 15 Fr

17 Uhr, Einhausen 

Dez 18 Mo

11 Uhr, Hotel Felix Bensheim 

Dez 19 Di

11 Uhr, Stadthaus Mannheim 

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