Lambrecht und Krug

Berlin/Bergstraße 03.02.2021 – Fahrradfahren ist schnell, gesund, umweltfreundlich, klimaschonend, günstig, angesagt und ab jetzt zusätzlich förderungswürdig durch den Bund. Die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete und Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Christine Lambrecht begrüßt, dass der Bund den Ländern bis zum Ablauf des Jahres 2023 Finanzhilfen von bis zu 657 Millionen Euro für Investitionen in den Radverkehr durch das Sonderprogramm „Stadt und Land“ zur Verfügung stellt. 

Die Finanzhilfe ist Bestandteil des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung. Ziel ist es, die Länder und Gemeinden bei dem Aufbau eines sicheren, in lückenlosen Netzen geplanten und mit geringeren Verlustzeiten nutzbaren Radverkehrssystems zu unterstützen. Das Land Hessen profitiert im Rahmen des Programms durch zusätzliche Mittel für den Radverkehr in Höhe von 43 Millionen Euro. „Wir wollen damit sowohl in urbanen als auch in ländlichen Räumen das Fahrradfahren sicherer und attraktiver für die Radfahrenden machen und den Umstieg vom Kfz auf das Fahrrad erleichtern“, so Lambrecht. 

Durch das Sonderprogramm sei es möglich, Investitionen der Länder und Gemeinden in die Radverkehrsinfrastruktur zu fördern, die ohne finanzielle Beteiligung des Bundes erst nach dem Jahr 2023 oder überhaupt nicht getätigt würden. „Gefördert werden können zum Beispiel der Neu-, Um- und Ausbau flächendeckender Radverkehrsnetze, eigenständige Radwege, Fahrradstraßen, Radwegebrücken oder -unterführungen, Abstellanlagen und Fahrradparkhäuser, die Erstellung von erforderlichen Radverkehrskonzepten und Lastenradverkehr“, erklärt die Bergsträßer Bundestagsabgeordnete. 

Beim Kreis stößt die Berliner Finanzspritze auf positive Reaktionen. „Gerade im Kreis Bergstraße gibt es großen Bedarf für Radwege“, findet der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Karsten Krug und Landratskandidat der SPD. Erst im November hatte der Kreistag ein Radverkehrskonzept für den Kreis beschlossen, das zu 77.000 Euro durch das Land gefördert wird. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 110.000 Euro.  „Es wurde Zeit, dass der Kreis nach vielen Jahren die Überarbeitung des Radverkehrskonzeptes veranlasst hat. Gerade das Thema der Nahmobilität spielt in unserem durchaus auch ländlich geprägten Kreis eine wichtige Rolle. So möchte ich zum Beispiel als künftiger Landrat dafür Sorge tragen, dass bei jeder Kreisstraßensanierung ein Radweg parallel gebaut wird. Hierbei können die zusätzlichen finanziellen Mittel des Bundes sicherlich behilflich sein“, so Krug.